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„Vorwerk Familienstudie 2009“: Die Kernthesen



Wuppertal, 24. August 2009 – Zum fünften Mal in Jahresfolge seit 2005 hat das Familienunternehmen Vorwerk die Situation in deutschen Familien durch das Institut für Demoskopie Allensbach untersuchen lassen. Für die „Vorwerk Familienstudie 2009“ wurden insgesamt 1.832 Personen ab 16 Jahre befragt. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse.

Die Krise in den Köpfen: Familien reagieren besorgt, aber die wenigsten sind wirklich betroffen
Da ist sie also, die Krise – und zwar vor allem in den Köpfen. Denn während mehr als die Hälfte aller Befragten davon ausgeht, dass viele Familien in Deutschland von der Wirtschaftskrise hart betroffen sind, sagen das nur 7 Prozent über die eigene Familie. Der Großteil der Familien (47 Prozent) erklärt dagegen, dass sie selbst kaum etwas von der Krise spürt.

Stimmungsfaktor Krise
Und auch in emotionaler Hinsicht ist die Wahrnehmung der Wirtschaftskrise schlimmer als ihre tatsächlichen Auswirkungen:
57 Prozent glauben, dass die Krise die Stimmung in den Familien dämpft, aber nur 18 Prozent können das für ihre eigene Familie bestätigen. 35 Prozent gehen davon aus, dass es wegen der Krise häufiger Anlass zum Streit gibt, aber nur 5 Prozent sehen das in ihrer Familie so. Insgesamt bestätigen diese Ergebnisse, dass die Krise in den Familien allgegenwärtig ist – bei den meisten jedoch nur als Stimmungsfaktor von außen.

Ist auch die Geburtenrate in der Krise?
Wer sich für Kinder entscheidet, übernimmt ein großes Stück Verantwortung. Kinder bedeuten, sich beruflich und finanziell einzuschränken. Das ist wohl der Grund, warum 60 Prozent der Befragten erwarten, dass sich infolge der Wirtschaftskrise weniger Paare entschließen, Kinder zu bekommen.

Frauen sind das starke Geschlecht – und Männer eine schwache Hilfe
Familienarbeit ist noch immer vor allem Frauensache: 77 Prozent der Mütter übernehmen bei der Familienarbeit „alles“ bzw. „das meiste“. Dagegen gibt nur ein Prozent der befragten Väter an, „alles“ bei der Familienarbeit zu übernehmen, 3 Prozent antworten mit „das meiste“. Der überwiegende Teil der Väter, nämlich 70 Prozent, geben an, nur „den kleineren Teil“ oder „praktisch gar nichts“ beizutragen.

Viel Lärm um wenig: Wenn Männer Familienarbeit leisten
Männer bringen sich zwar weniger in die Familien- und Hausarbeit ein, ihre Arbeit wird aber mehr gewürdigt: 46 Prozent aller Befragten finden, dass Männer grundsätzlich mehr Anerkennung für die gleiche Leistung bekommen. Nur 12 Prozent gehen davon aus, dass die Familien- und Hausarbeit von Männern weniger anerkannt wird. Auch untereinander ist die Wertschätzung ungleich verteilt: Nur 48 Prozent der Frauen, aber 72 Prozent der Männer geben an, dass ihr Beitrag zur Familien- und Hausarbeit vom Partner/von der Partnerin genügend anerkannt wird.

Eltern erziehen sich ‚kleine Paschas’
Dass die Rollenverteilung nach wie vor sehr traditionell ist, haben sich viele Eltern selbst zuzuschreiben. Denn die Muster, nach denen der Mann der „Pascha“ und die Frau für die Hausarbeit zuständig ist, werden weiter gepflegt: 53 Prozent der Eltern geben an, dass Mädchen stärker zu Hausarbeiten herangezogen werden als Jungen, nur jeder Dritte meint, dass die Arbeit zwischen Jungen und Mädchen gleich verteilt ist (34 Prozent). Kinder, die so erzogen werden, bleiben auch im Erwachsenenalter bei dieser Verteilung – und transportieren sie ganz selbstverständlich in die nächste Generation.

Zwei Schritte vor, einer zurück: Gesellschaftliche Anerkennung für Familienarbeit gesunken
Die gesellschaftliche Wertschätzung von Familien- und Hausarbeit hatte in der Wahrnehmung der Befragten in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Jetzt gab es erstmals wieder einen Rückschritt: 67 Prozent der Befragten und damit 5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr beklagen mangelnde öffentliche Anerkennung. Vor allem von Wirtschaft und Arbeitgebern (71 Prozent), Politik
(67 Prozent) und Medien (51 Prozent) werden mehr Unterstützung und eine höhere Wertschätzung gefordert.

„Best Ager“ sind gerne Oma und Opa
Die Generation der „Omas und Opas“ ist heute aktiv wie nie zuvor – als sogenannte „Best Ager“ haben sie Interessen, die weit über die Familie hinausgehen. Keine Rede jedoch von egoistischen Großeltern, die ihre Zeit lieber mit Reisen oder Hobbys verbringen: Zwei Drittel der befragten Großeltern geben an, dass sie ihre Kinder „öfter“ und „ab und zu“ in der Elternarbeit und im Haushalt unterstützen. Der häufigste Grund, die eigenen Kinder nicht zu unterstützen, ist „zu weite Entfernung“. Bemerkenswert ist auch:
29 Prozent der befragten Eltern wollen nicht, dass sich die Großeltern in ihre Angelegenheiten einmischen.

Kinder und Familienarbeit: Eltern sind oft selbst schuld, wenn der Nachwuchs nicht mitspielt
Kinder sind Teil der Familienarbeit – im doppelten Sinne. Sie verursachen Arbeit, können aber auch zur Entlastung beitragen. Und je älter die Kinder werden, desto mehr wird das auch erwartet. So lässt es sich erklären, dass nur 48 Prozent der Eltern von 14- bis
17-Jährigen mit der Unterstützung durch ihre Kinder zufrieden sind. In diesen Familien gibt es dann auch häufiger „ernsthaften Streit“
(40 Prozent). Dabei denkt gut die Hälfte (56 Prozent), dass es in vielen Familien auch an den Eltern liegt, wenn eine Einbindung der Kinder in die Familienarbeit nicht gelingt. Eltern, deren Kinder sich stärker an der Hausarbeit beteiligen, sagen, dass sie vor allem mit Lob, aber auch einer frühzeitigen Einbeziehung ihrer Kinder und Belohnung die besten Erfahrungen gemacht haben.

Ab 7 Jahren heißt es Mithelfen
Eltern erwarten heute durchschnittlich ab einem Alter von 7,4 Jahren eine regelmäßigere Beteiligung ihrer Kinder an der Familienarbeit. Interessant: Väter, selbst oft Haushaltsmuffel, sehen die Kinder früher in der Pflicht (6,6 Jahre) als die Mütter (8,1 Jahre).

Welche Aufgaben Kinder übernehmen sollen
Zu den Tätigkeiten, die Kindern nach Meinung der Eltern übernehmen sollen, gehören vor allem das Aufräumen des eigenen Zimmers
(84 Prozent) und der eigenen Sachen (79 Prozent) sowie das Helfen beim Tischdecken und Abräumen (75 Prozent). Hilfe bei der eigentlichen Hausarbeit (Putzen/Staubsaugen, Abspülen) erwarten dagegen weniger als die Hälfte der Eltern (41 bzw. 35 Prozent).

Die „Vorwerk Familienstudie 2009“, eine Presseinformation, eine Grafik und Fotos finden Sie im Pressebereich unter www.vorwerk.de.



Über Vorwerk
Die Vorwerk & Co. KG ist ein im Jahre 1883 gegründetes Familienunternehmen. Sitz der Holding ist in Wuppertal (Deutschland), die Zentralen der Geschäftsbereiche liegen in Wollerau/Schweiz (Geschäftsbereiche Kobold, Thermomix), Westlake/USA (Geschäftsbereich JAFRA Cosmetics), Singapur (Geschäftsbereich Lux Asia Pacific), Hameln/Deutschland (Teppichwerke) und Wuppertal (Geschäftsbereich akf Bankengruppe, HECTAS Gebäudedienste, Engineering).

An der Spitze der Unternehmensgruppe stehen die persönlich haftenden Gesellschafter Peter Oberegger und Walter Muyres. Weiteres Mitglied der Unternehmensleitung ist Reiner Strecker. Das Kerngeschäft von Vorwerk ist der weltweite Direktvertrieb hochwertiger Produkte. Weltweit sind rund 578.000 Menschen für Vorwerk tätig, davon 30.000 als Fachberater im Bereich Haushaltsgeräte und 526.000 bei JAFRA Cosmetics. Vorwerk erwirtschaftet ein Geschäftsvolumen von 2,44 Milliarden Euro (2008) und ist in 58 Ländern (2009) aktiv.

Pressekontakt:

Jürgen Hardt
Vorwerk & Co. KG
Tel.: 0202 564-1221
juergen.hardt@vorwerk.de

Kai Danneberg
Rheinfaktor Agentur für Kommunikation GmbH
Tel.: 0221 88046-210
danneberg@rheinfaktor.de



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